Uralgebirge und europäischer Teil westlich der Wolga

Ab jetzt Gas geben!

Ich schaue auf den Kalender und stelle fest, dass mein Russland-Visum erst am 22.09. abläuft. Wenn ich mich jetzt beeile und das Wetter mitspielt, könnte ich bis zum Kaukasus durch Russland fahren. Das würde mir die Überfahrt mit der Fähre über das kaspische Meer ersparen, was zwei Vorteile hätte: Erstens sind die Straßen in Russland in besserem Zustand und zweitens ist die Zuverlässigkeit der Fähre über das kaspische Meer weniger als ungenügend. Nach ausführlichen Recherchen bestätigte sich leider die Information, dass es keinen richtigen Fahrplan für die Fähre gibt und ich tagelang im Hafen festsitzen könnte, wenn ich Pech habe. Also heißt es nun „Gas geben!“ und versuchen, bis zum 22.09. die Grenze am Kaukasus zu erreichen!

Das Uralgebirge

Ich passiere zunächst das Uralgebirge. Es erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung und ist bis zu 1.895 m hoch. Der Ural-Gebirgszug stellt die Grenze zwischen Europa und Asien dar. Ich fahre auf zahlreichen Passstrassen. Hinter der Stadt Ufa folgen Samara und Saratov. Dann geht es weiter in südlicher Richtung über Wolgograd bis nach Vladikavkaz im Kaukasus. Auf meiner linken Seite immer wieder ein fantastischer Blick auf den Fluss Wolga und die riesigen Sonnenblumenfelder.

Zwischendurch gab es eine kurze Pause und Erfrischung durch eine Wassermelone, die hier am Strassenrand verkauft werden.

 

Das Wetter ist gut, es wird wieder richtig warm (bis zu 25° C). Nach 3 Tagen und geschätzt eintausend überholten Lastern sind die 2.800 km bewältigt und ich stehe an der Grenze zu Georgien im Kaukasus. Erschöpft aber glücklich, dass ich es geschafft habe.

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